Schweden Schützen Gilde Kranzberg
 

      Schweden Schützen Kranzberg Geschichte 1971-1998

Im 30 jährigen Krieg, im Jahre 1632 legten die schwedischen Reiter das Schloss, die Pantaleonskapelle, den herzoglichen Meierhof und andere Häuser in Schutt und Asche. Als sie vor dem Gerichtsgebäude, dem heutigen "Fischerwirt" standen, dachten sie wohl kaum daran, daß ein Schützenverein einmal den Namen "Schweden Schützen" tragen würde.









Als sich beim ersten Kranzberger Schützenverein, den "Hubertus Schützen" eine "Flaute" ins Vereinsleben einschlich, beschlossen 21 junge Leute einen zweiten Schützenverein im Dorf ins Leben zu rufen. Die Gründungsversammlung fand im Oktober 1971 in der Schwedenreiterbar im Gasthof "Fischerwirt" statt. Dieses gemütliche Stüberl und dem Einfallsreichtums des 1.Schützenmeisters Christian Goller hat der Verein seinen Namen- "Schweden Schützen" zu verdanken. Die beiden großen Werke des Kunstmalers Goller, ein rießiges Bild mit der 1. Vorstandschaft des Vereins sowie das Vereinswappen (ein schwedischer Soldat vor der brennenden Burg Kranzbergs) hängen heute noch im Schützenstüberl und im Vereinslokal im Sportheim.

Im gleichen Jahr fing man mit den sportlichen Aktivitäten auf vier Schießständen in der Schwedenreiterbar an. Die Vereinsmitglieder Franz Schulz und der Geschäftsmann Fritz Hinner erwiesen sich als große Sponsoren (Königskette, Vereinskette, usw.).


Die Fahnenweihe im Mai 1974 war ein großes Fest. Die Fahnenmutter Josefine Brand zierte mit 13 jungen Mädchen das Ereignis, zu dem 75 Vereine und ca. 5000 Zuschauer kamen.Der Brauch wurde von dem ersten Schützenmeister Christian Goller erklärt: Schon im Altertum hatte jeder Stamm sein Panier. Bei den Römern diente das Vexillum, ein Tuch an einer Querstange, als Feldzeichen, und unter dem Banner marschierten die Landsknechte. Aus jenem Banner entwickelte sich in der Neuzeit Wimpel und Fahnen unserer Tage. Die alte Tradition besteht weiterhin. Den heutigen Vereinen ist es übertragen, die Pflege alten Brauchtums und dessen Weiterleben zu fördern. Im Oktober fanden sich acht Damen, die den bis dahin nur aus Männer bestehenden Verein, den sportlichen Kampf ansagten. Kurz darauf nahm Herr Goller Abschied vom Ort. Seitdem ist Josef Ostermeier , unser "Tschagg", erster Schützenmeister.

Der damalige Jugendleiter Peter Brand errang 1975 mit seiner Mannschaft die Gaumeisterschaft. Eine Mädchenmannschaft wurde gebildet. Man erwarb Gewehre und Pistole. Der Schießstand wurde auf acht Stände erweitert.

1976 folgte die Eintragung ins Vereinsregister und trägt seitdem das "e.V." in seinem Namen.

Dann folgte eine schwere Zeit: der Verein wurde heimatlos. In den kommenden Jahren fand man "Unterschlupf" in Thalhausen und Hohenbercha. Die Erfolge des jungen Vereins blieben trotzdem nicht aus: 1978 wurde Gerti Brand Gaujugend - Vizekönigin, 1979 Reinhard Frank sogar Gaujugend - König, ein Jahr später Robert Lang Gaujugend - Vizekönig im Gau Freising.

Als 1978 der Bau der neuen Amperbrücke im Ort abgeschlossen war, kam man auf die Idee eine kleines Fest auf der Brücke zu feiern. Und wie es kommen mußte, wurde aus dieser kleinen Feier, eine große und so hatte man das 1. Bürgerfest in Kranzberg abgehalten.

Bei den Faschingsumzügen in den 70´er Jahren war der Verein immer und mit großem Aufgebot vertreten. Man scheute weder Kosten noch Mühen neue Ideen und mächtig Wagen in das bunte Treiben einzubringen.

Anfang der 80´er Jahre bildete man mit den Laienspielern eine Arbeitsgemeinschaft und hielt von nun an, die Sonnwendfeier am Pantaleonsberg.











Im Jahr 1984 ging man zum Bürgermeister und bat um Einlaß ins erweiterte Sportheim Kranzberg. Erkundigungen beim "Bayrischen Sportschützen Bund" und beim Finanzamt Landshut wurden eingeholt, ein Finanzplan erstellt und schließlich, in eigener Regie, das Obergeschoß des Sportheims ausgebaut. Seitdem sind acht Luftgewehrstände, ein Pistolen- sowie ein Armbruststand vorhanden.


Die prominentesten Mitglieder sind Petra und Ralf Horneber. Ralf war einer der besten Schützen im Lande, danach wurde er Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft und seit einigen Jahren ist er Direktor des Süddeutschen Sportschützenbundes. Petra wurde dreimal Welt- und einmal Europameisterin bis sie sich 1996 bei den olympischen Spielen in Atlanta die Silbermedaille mit dem Luftgewehr erkämpfte. Zu Ihren Auszeichnungen gehört auch der Weltmeistertitel im Dreistellungskampf.











Zum 25jährigen Jubiläum wurde 1996 ein kleines Fest gefeiert. Nach dem Gottesdienst und der Totenehrung zog ein kleiner Kirchenzug zum Feuerwehrhaus. Dort wurde dann richtig gefeiert: die 21 Gründungsmitglieder als auch Gönner wurden geehrt und ausgezeichnet.

108 Schützen beteiligten sich am Jubiläumsschießen und jeder Schütze erhielt einen Preis.
Der Verein besteht mittlerweile aus 227 Mitglieder und verfügt über modernste Geräte zur Ausübung des Sportschießens.


1998 holte sich dann Petra Horneber den Weltmeistertitel im Kleinkaliberschießen mit der Mannschaft und wurde Deutsche Meisterin im Kleinkaliber Einzel stehend und liegend.Von 1999 bis 2002 wurde Petra jedes Jahr mit der Mannschaft Europameister im Luftgewehr.